Durch den Rahmen geschaut

Am dritten Wochenende des Moduls „Wurzelkraft“ ging es um die vielfältigen Heilpflanzen, die hilfreich bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit, also Erkältungskrankheiten eingesetzt werden können.

Wir lernten außerdem etwas über den Sinn des Fiebers, den Unterschied von Viren und Bakterien und wie sich ein grippaler Infekt von einer echten Grippe unterscheiden lässt.  Im praktischen Teil übten wir die Anwendung von Leinsamen-Kataplasmen, Quark-und Kohl-Wickeln,  Zwiebelsäckchen und Salben-Auflagen.

Bei einem Rundgang in der Natur und zum Klostergarten konnten wegen des nach wie vor milden Wetters noch viele der besprochenen Pflanzen entdeckt und betrachtet werden.

Am Sonntagmittag  hieß die Aufgabe im Freien:
„Durch den Rahmen geschaut“
Wir nahmen uns  in kleinen Gruppen laminierte Papier-Rahmen mit verschieden großen Ausschnitten mit in die Natur und ließen sie z.B. auf den Waldboden fallen oder hielten sie an einen Baumstamm.
Die Aufgabe war nun, sich in dieses Bild „hineinzubegeben“, genau hinzuschauen,
sich auszutauschen, zu beschreiben.
Wir bemerkten dabei, dass sich uns nach einer Weile des Vertiefens eine eigene Welt,
ja ein eigener kleiner Kosmos auftat.
Pilze waren plötzlich riesengroß,
Moose kleine Tannenbäume, Blätter, genau betrachtet, wunderschön in Gestalt und Farbe.
Die Baumborke wirkte wie der „Grand Canyon“ wenn man sie aus der Perspektive einer Ameise durchstreift.

Wir sahen im kleinen Rahmen die Formen und Farben der ganzen „großen“ Welt. Jeder „Rahmen“ und war er noch so beiläufig auf den Boden geworfen zeigte, wenn man sich einließ, ein wunderschönes Bild, nahezu perfekt.
„Man könnte es nicht besser malen“ sagte eine der Frauen.
Es lohnt sich also, genau hinzuschauen!